Freitag, 21. Oktober 2016

Zweite Woche Unterricht und Wochenende in Byumba



Also die zweite Woche Unterricht war eigentlich ganz ok. Also das Modul „Regionale Geographie“ ist und wird auch ziemlich leicht und langweilig bleiben, obwohl es hin und wieder Dinge gibt die ich vorher noch nicht gewusst habe. Aber dieses Modul ist eigentlich das Niveau der 8.Klasse im Erdkundeunterricht in Deutschland. GIS (Kartographie) ist für mich absolut neu und wird auch gut gemacht. Das ist also spannend und ich kann dieses Modul auch 4 Stunden am Stück machen ohne zu verzweifeln. Ansonsten habe ich noch Statistik. Statistik hatte ich zuletzt in Mathe in der Oberstufe und deshalb ist das so gut wie neu für mich. Das Problem ist, dass ich die 3 Stunden Statistik am Nachmittag nur 1h durchhalte bevor ich die Buchstaben, Zahlen und Klammern nicht mehr sehen kann. Oje ist das schwer sich da zu konzentrieren. Ehrlich gesagt sitze ich gerade in der Statistik Stunde in der 3. Woche und kann mich nicht mehr darauf konzentrieren. Ich habe jetzt mal das Buch zum Nachlesen bekommen und lese mir das zu Hause in Ruhe mal durch. Aber ja eigentlich ist alles gut.
Das Highlight der Woche für mein Studium war aber, dass ich meinen Betreuer aus Deutschland hier in Ruanda getroffen habe und er hat mir das Forschungsgelände gezeigt, auf dem ich die Projektarbeit für meine Bachelorarbeit machen darf. Er hat mir nochmal genau erklärt was und wie ich es machen soll und bei Schwierigkeiten kann ich ihn noch einmal kontaktieren. Ich glaube ich habe da jetzt echt Arbeit vor mir mit der Bachelorarbeit, aber ich hab ja Zeit und es ist praktische Arbeit an der frischen Luft und die Bachelorarbeit ist mir viel wichtiger als der Unterricht hier und deshalb mache ich das auch viel lieber als in der Vorlesung zu sitzen. Ich muss über 100 Bäume mit dem richtigen lateinischen Namen, den Durchmesser und die Höhe bestimmen. Danach, im Dezember oder Januar, werden 5 vom Professor ausgewählte Bäume gefällt und das Gewicht der Äste, Stämme, Blätter und Früchte gemessen. Das wird dann noch einmal in Koblenz oder Mainz im Labor (nicht von mir) untersucht. Ich werde wahrscheinlich in einem extra Beitrag genau erklären was gemacht wird und wieso, aber erst wenn ich alle Details zu 100% kenne. Vielleicht im Januar oder Februar. Fotos vom Gelände darf ich leider nicht im Internet veröffentlichen.
Am Wochenende war ich mit Caroline ziemlich weit im Norden in dem kleinen aber schönen Ort Byumba. Dort haben wir einen Freund besucht, der… ja ich schätze ich sag mal „Krankenbruder“ werden möchte. Um „Krankenbruder“ zu werden muss man 3 Jahre studieren, wobei das Studium sehr praktisch ist. Im Prinzip hat die Stadt nicht viel zu bieten, aber wir sind in der Landschaft spazieren gegangen und hatten Spaß. Die Stadt und Umgebung ist noch einmal höher als Huye und deshalb kühler und Landschaftlich schöner. Wir sind in der Gegend spazieren gegangen und haben auf halben Weg sehr viel Regen abbekommen. Aber es war wie gesagt ein sehr lustiges Wochenende. Nur die Fahrt war mit 3 ½ Stunden pro Weg ganz schön weit…
 






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