Sooooo, ich bin jetzt schon seit 1. Woche wieder zurück in
Deutschland und damit wird es jetzt Zeit für ein Abschlussfazit. Kurz gesagt:
Ruanda ist ziemlich ziemlich cool!! :). Am Besten gefallen hat mir in Ruanda
wahrscheinlich die super coolen Bäume, das fantstische Wetter, der super schöne
Kivu See und die witzigen Leute. Ich war Begeistert davon so eine wahnsinnig
coole Vielfalt an Bäumen in Ruanda zu sehen von denen im Februar viele farbige
Blüten ausbilden!! Im Februar ist bei uns in Deutschland leider leider alles
kahl und düster. Ich bin hier in Deutschland schon seiter einer Woche total am
Frieren und es ist kalt und ungemütlich und nass und dunkel und bähhhh :D. Gut
ich habe gehört in der Regenzeit soll Ruanda auch nicht mehr so gemütlich sein,
aber diese Jahreszeit habe ich in Ruanda ja gekonnt umgangen :D. Ich habe mir
nur die sehr sehr warme und sonnige und angenehme Phase von ende August bis
mitte Februar reingezogen. Mal abgesehen von den Bäumen und dem Wetter, war die
Landschaft auch einfach nur toll. Der Kivu See ist bisher wahrscheinlich der
schönste See den ich gesehen habe, seit November war alles grün und frisch,
Akagera hat eine super Atmosphäre und die Nyungwe und Virunga Nationalparks
sind einfach nur faszinierend. Natürlich gibt es auch super super tolle
Landschaften in Deutschland (z.B. Sächsische Schweiz) aber ich werde die
ruandische Landschaft vermissen. Sie ist halt doch einzigartig. Ebenfalls sehr
cool, fand ich die überwiegend offene und freundliche Atmosphäre in Ruanda. Ich
nehme sehr positiv mit, dass die Leute sehr gerne und fantastische Tänzer sind
und bei Musik sofort angefangen wird zu tanzen. Bei uns in Deutschland muss man
erst einmal vorglühen, dann im Club noch viel trinken und wenn man dann
betrunken genug ist wird dann auch getanzt ja :D. In Ruanda wird ein Bier
getrunken und dann gehen die Leute ab! Dabei muss ich einfach betonen, dass in
Ruanda jeder mit jedem Tanzt! In den Nachtklubs gibt es oft einen oder zwei
große Kreise und dann gehen die Leute zusammen ab und jeder wird bejubelt ob er
jetzt ein großer Tänzer ist oder nicht. In Deutschland kenne ich das so, dass man
eher so kleine Gruppen macht und dann in der kleinen Gruppe getanzt wird. Die
Ruanda sind da ein bisschen offener und das sehe ich als großes Plus :).
Besonders vermissen werde ich natürlich auch meine sehr coolen Freunde die ich
dort kennengelernt habe. Einige Freunde wie Caroline oder Sarah werde ich
wahrscheinlich schon „bald“ wiedersehen, bei anderen sehr wichtigen Freunden
wie Ashley, Austin und ganz besonders Didace, wird es wohl noch Ewigkeiten
dauern bis ich sie wiedersehe, wenn überhaupt. Bei Ashley und Austin bin ich
relativ zuversichtlich, weil ich ohnehin noch in die USA will. Bei Didace
werden wir erst noch sehen, ob und wann ich wieder zurück nach Ruanda komme.
Das Hauptnegative an Ruanda ist ganz klar das tägliche
„Muzungu! Give me my money!“, oder „Hey schau mal da ist ein Muzungu“ oder „Hey
Muzungu was geht ab! Ich finde Muzungus geil!“, oder „Du kannst mir auch ein
Smartphone schneken oder? Komm ein Smartphone! Für dich ist das doch nichts ;).
Ich bin leider super super arm und habe leider absolut kein Geld..., aber zum
Glück bist du so ein guter Mensch und du kannst mich ja unterstützen :)“. Also
das ist schon nervig, aber ich muss auch dazu sagen, dass ich mich nach ca. 3
Monaten auch schon daran gewöhnt habe. Das gehört irgendwie dazu und das ist
halt leider so und damit muss man klar kommen. Man sagt dann einfach „Yego“
(Ja) oder „Murakoze“ (Danke) oder „Ich fühle mich nicht wohl Leuten Geld zu
geben, sorry“ und dann hat sich das auch erledigt. Es ist halt nervig weil man
das jeden Tag machen muss aber da kann man nichts machen, außer Leuten immer
wieder erklären, dass die allermeisten weißen das nicht so toll finden Muzungu
genannt zu werden und ansonsten immer schön höflich und locker bleiben. Es ist
ja echt keine Beleidigung, sondern die Leute freuen sich ja in der Regel einen
Muzungu zu sehen und das muss man sich immer wieder vor Augen führen. Was
leider in den 6 Monaten schade war, ist das ich keinen Richtigen Freund an der
Uni gefunden habe, weil die halt alle nach 3min Smaltalk nach „Unterstützung“
gefragt haben oder die Englischkenntnisse sooo schlecht waren, dass die
Kommunikation so schwer war, das ich leider keine echte Freundschaft aufbauen
konnte. Didace war eigentlich mein einziger echter ruandischer Freund. Also war
für mich leider relativ schwer Kontakte aufzubauen und das ist so ein negatives
Fazit, dass ich nennen muss. Trotzdem waren meine Mitstudenten suuuuuuper nett
und ich viel Spaß mit ihnen!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das mit dem Betteln ist Ruanda
einfach überhaupt nichts unverschämtes oder unhöflichses oder sonst irgendwie
negativ. Das ist einfach normal und deswegen waren Klassenkammeraden auch sehr
nett eigentlich!! :). Ansonsten gab es nur noch ein Sache, die mich zumindest
in den ersten 3 Monaten dort genervt hat. Caroline hat ohne Witz, täglich neue
Kerle kennengelert die umbedingt mit ihr befreundet sein wollten oder sich
sofort unsterblich verliebt haben und dann hat sie jeden Tag 3-5 anrufe
bekommen von Leuten die unbedingt mit ihr ausgehen wollten. Das provoziert mich
dann schon das muss man ganz klar sagen. Aber nicht so schlimm und das habe ich
nach Caroline’s Abschied dann ja auch nicht mehr mitbekommen :D.
Also alles in allem war das eine sehr tolle Zeit! Ich hatte
eigentlich keine echten Probleme oder zwischenfälle und hatte viel Spaß!!! :).
Wenn ich noch einmal die Möglichkeit bekommen sollte zurück nach Ruanda zu
kommen, würde ich das sehr sehr gerne machen. Ruanda ist ein super Land :)!!!!
Tja, dass war dann mein Ruanda Blog. Ich komme mit super
Eindrücken zurück und freue mich schon auf das nächste „Dennis-wird-.....“.
Wohin und wann es mich als nächstes Verschlägt, werden wir erst noch sehen aber
die nächste längere Auslandszeit kommt bestimmt :)!!
Viele Liebe Grüße und Murabeho!!!! :)























