Am Ende der Reise haben wir noch
einmal die Safari im Akagera Nationalpark gemacht. Diesmal haben wir neben dem
Fahrer noch einen Guide mitgebucht, der wierklich sehr gut ausgebildet war und
auf alles eine Antwort wusste. Jetzt weiß ich das ein Zebra ca. 700kg wiegt,
ein Büffel ca. 1 Tonne und eine bestimmte Antilopenart nur ein Männchen in der
Gruppe hat und sonst nur Weibchen und die verlierer Männchen in Einsamkeit
alleine Leben müssen. Eine andere Antilopenart ist schneller als alle anderen
Tiere im Nationalpark weil ihre Vorderbeine länger sind. Diese Antilopenart rennt
75km/h und ist gleichzeitig auch die zweitgrößte und zweitschwerste Art. Der
Guide konnte sehr viel erzählen und hat sich also absolut gelohnt!!
Diesmal haben wir auch eine etwas
andere und wie ich finde schönere Route gewählt, als ich letztes Mal mit
Caroline. Wir sind auf einen Hügel gefahren und hatten eine super schöne
Aussicht auf den zweit größten See Ruandas. Diesmal hatten wir auch sehr sehr
sehr seeeeeehr viele Tse Tse Fliegen die echt total genervt haben!! Die Art der
Tse Tse Fliege ist absolut ungefährlich in Sachen Krankheiten, aber sie kann
beißen und das ist dann schon unangenehm. Letztes Mal habe ich keine Einzige
gesehen, weil wir in der kleinen Regenzeit waren. In der kleinen Trockenzeit
ist sie bereits wieder sehr aktiv...
Als wir von Akagera zurück gekommen
sind, haben wir noch einige Tage in Huye und in der Nähe von Huye verbracht.
Viel gemacht haben wir nicht mehr :D. Am ersten Tag sind wir nur bei den
Feldern spazieren gegangen und haben uns den Wald und den Campus angeschaut. Am
zweiten Tag wollten wir zum Nyanza Palast, sind aber viel zu spät gestartet und
haben uns nur den Markt in Ruhondo angeschaut. Am dritten Tag habe ich einen
Baum für meine Bachelorarbeit gefällt und am Sonntag sind wir nach Kigeme
gefahren und haben Sarah und Didace besucht und das wars dann. Am Montag musste
Claire dann wieder weg..... Aber ich freue mich immer wieder wenn Sie mich
irgendwo besuchen kommt.
Sarah und Didace arbeiten im Kigeme
Flüchtlingsheim. Das Flüchtlingsheim wurde zum ersten Mal während des
Bürgerkrieges zwischen Hutu und Tutsi, aber auch zwischen den Parteien und
Rebellengruppen, in Burundi eröffnet und hat bis zum Ende der
Auseinandersetzungen 2,100 burundische Flüchtlinge aufgenommen. Seit 2012, ist
das Camp wieder eröffnet worden wegen der zahlreichen Kongoläsischen
Flüchtlinge die aus dem Osten des Landes nach Ruanda Flüchten. In Kongo gibt es
seit 2012 wieder Konflikte zwischen einer Rebellengruppe und der Kongoläsischen
Regierung nicht weit von Uganda und Ruanda. Heute leben 18.000 Flüchtlinge
Kongoläsische Flüchtlinge im 34 Hektar große Heim. Weil in der umkämpften Region
die Muttersprache vieler Leute Kinyarwanda ist, sprechen alle Flüchtlinge
Kinyarwanda und deshalb sagt Didace auch immer gerne, dass diese Leute
eigentlich Ruanda sind. Schließlich haben die Europäer ja die Grenzen gezogen
ohne dabei auf ethnische Verteilungen zu schauen. Das Verhältniss zwischen den
Kongoläsen und den Einwohnern Kigemes schein wohl im Großen und Ganzen ok zu
sein. Laut Didace sind die Flüchtlinge komplett integriert, laut Sarah gibt es
schon so ein paar Probleme. Es ist wohl so, dass einige Kongoläsen, vor allem
Kinder, immer mal wieder für Diebstähle verantwortlich sind und das macht die
Flüchtlinge schon ein bisschen unbeliebt. Aus Perspektive der Kongoläsen heißt
es andererseits auch oft „Also irgendwelche Berufshoffnungen habe ich eigentlich
nicht. Ich bin Flüchtling und deswegen wird es schon sehr schwer überhaupt
irgendetwas zu bekommen.“ Es gibt aber auch Beispiele von Kongoläsen die sich
perfekt integriert haben und Jobs bekommen haben.








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