An meinem letzten Wochenende hatte
ich die Qual der Wahl. Entweder für ca. 70€ für ein Wochenede nach Kampala, die
Hauptstadt Ugandas besichtigen oder ein Motorrad ausleihen und für viel weniger
Geld nach Rusizi, der südlichsten Stadt am Kivu See. Ich habe mich für die Motorradtour nach Rusizi entschieden. Kampala wäre mit
Sicherheit auch super spannend gewesen, wei es eine sehr coole Stadt ist in der
es so ziemlich jede von den Weltweit bekannten Religionen gibt und sogar noch
eine eigene lokale Religion. Ich hätte gerne die ganzen Kirchen, Moscheen,
Synagogen gesehen, aber besonders hätten mich die Buddhistischen und
Hindutempel interessiert. Außerdem hätte ich unheimlich gerne noch ein anderes
Afrikansichen Land gesehen. Ruanda wird nicht ohne Grund öfters „Africa light“
oder „fake Africa“ genannt. Uganda soll da schon weeeesentlich chaotischer sein
als Ruanda. Aber das war mir jetzt ein wenig zu stressig und teuer alleine nach
Kampala, einer völlig fremden 1,5Millionen Stadt zu fahren. Ein Motorrad
Wochenende mit Didace klingt nach viel mehr Spaß und ist wesentlich weniger
stressig, auch wenn es wieder „nuuuuuur“ Ruanda ist. Ich denke ich komme
einfach noch einmal nach Afrika zurück und nächstes Mal dann für Kenya und
Uganda.
Die Motorrad Tour war der Hammer
und ganz klar eine super Entscheidung! Didace hat für uns ein Motorrad von
einem Motorradtaxi fahrer für 5,50€ gemietet und dann haben wir uns nach Rusizi
aufgemacht. Vor der Fahrt habe ich mich eigentlich am meisten auf den Kivu See
gefreut. Aber das eigentliche Highlight war, „Natürlich“ muss man im Nachhinein
sagen, die Fahrt durch den Nyungwe Bergnebelwald. Die Fahrt durch den Nyungwe
war meeega schön und ging ca. 1 ½ Stunden. Die Landschaft ist natürlich der
Wahnsinn und wir haben ganz viele Nyungwe Affen gesehen und sogar ein Reh. Die
Straße vom Nyungwe nach Rusizi war nicht nur super gut von den Chinesen
ausgebaut, es gibt auch noch sehr wenig Verkehr auf der Straße, es gibt viele
Hügel und sehr viele Kurven die beim Motorradfahren immer Spaß machen. Da ich
noch nie hinter dem Nyungwe war, war die Landschaft ab dem Nyungwe für mich
absolut neu und ich habe mich gefreut weite und schöne Teeplantagen zu sehen.
Tee Plantagen fand ich bereits in Indien super cool und auch in Ruanda sind sie
beeindruckend. Wir haben dann natürlich auch in einem kleinen Tee Hügel halt
gemacht und die Tee Felder mit dem Nyungwe im Hintergrund gesehen.
Danach ging es dann weiter für ca.
30min nach Rusizi. Rusizi hat tatsächlich echt nichts zu bieten :D. Ich weiß nicht
wieso es hier immer wieder Einheimische gibt die Rusizi so cool finden. Die
Stadt ist super klein und es gibt nur ein teures Restaurant bei dem man einen
schönen Blick auf den Kivu See hat, ansonsten ist der Blick auf dem See in der
Stadt nicht so klar. Überhaupt ist der See in Rusizi nicht halb so
beeindruckend wie in Kibuye oder Giseny oder die Seen Ruhondo und Burera in der
Nähe von Musanze. Rusizi liegt direkt an der Grenze zur Demokratischen Republik
Kongo und für mich war die Grenze das Spannenste an der Stadt. Wieso könnt ihr
für euch selbst sehen ;).
Dann haben wir einen kleinen Fehler
gemacht. Das Wetter war nicht so toll eigentlich. Es war stark bewölkt, ein
bisschen kalt und es war klar, dass wir nicht rechtzeitig vor Sonnenuntergang
in Gassarenda ankommen würden. Und weil weder ich noch Didace eine Jacke dabei
hatten, hätten wir eigentlich die Nacht in Rusizi verbringen müssen... Wir
hatten zwar Glück, dass es während der ganzen Fahrt nicht geregnet hat, aber
auf ca. 2500m Höche nur mit einem Pulli, nachts bei bewölktem Wetter durch
einen Bergnebelwald zu fahren, dass war schon nicht so schlau. Wir haben uns
beide den A.... abgefrohren!!! Dazu kommt, dass wir es beide nicht gewohnt sind
6-8 Stunden auf dem Motorrad zu sitzen! Wir haben also nicht nur gefrohren,
sondern hatten beide während den letzten 2 Stunden Fahrtzeit Rücken und
Arschschmerzen :D. Das war schon ganz schön hart und wir sind total erschöpft
in Gassarenda angekommen aber es hat sehr viel Spaß gemacht und zum Abschluss
haben wir uns „Akabenze“ gegönnt. Ein großer Teller Schweinefleisch mit Pommes
und Gemüse!!










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