Dienstag, 21. Februar 2017

Born to be Wild to Rusizi/ Cyangugu mit Didace



An meinem letzten Wochenende hatte ich die Qual der Wahl. Entweder für ca. 70€ für ein Wochenede nach Kampala, die Hauptstadt Ugandas besichtigen oder ein Motorrad ausleihen und für viel weniger Geld nach Rusizi, der südlichsten Stadt am Kivu See. Ich habe  mich für die Motorradtour  nach Rusizi entschieden. Kampala wäre mit Sicherheit auch super spannend gewesen, wei es eine sehr coole Stadt ist in der es so ziemlich jede von den Weltweit bekannten Religionen gibt und sogar noch eine eigene lokale Religion. Ich hätte gerne die ganzen Kirchen, Moscheen, Synagogen gesehen, aber besonders hätten mich die Buddhistischen und Hindutempel interessiert. Außerdem hätte ich unheimlich gerne noch ein anderes Afrikansichen Land gesehen. Ruanda wird nicht ohne Grund öfters „Africa light“ oder „fake Africa“ genannt. Uganda soll da schon weeeesentlich chaotischer sein als Ruanda. Aber das war mir jetzt ein wenig zu stressig und teuer alleine nach Kampala, einer völlig fremden 1,5Millionen Stadt zu fahren. Ein Motorrad Wochenende mit Didace klingt nach viel mehr Spaß und ist wesentlich weniger stressig, auch wenn es wieder „nuuuuuur“ Ruanda ist. Ich denke ich komme einfach noch einmal nach Afrika zurück und nächstes Mal dann für Kenya und Uganda. 

Die Motorrad Tour war der Hammer und ganz klar eine super Entscheidung! Didace hat für uns ein Motorrad von einem Motorradtaxi fahrer für 5,50€ gemietet und dann haben wir uns nach Rusizi aufgemacht. Vor der Fahrt habe ich mich eigentlich am meisten auf den Kivu See gefreut. Aber das eigentliche Highlight war, „Natürlich“ muss man im Nachhinein sagen, die Fahrt durch den Nyungwe Bergnebelwald. Die Fahrt durch den Nyungwe war meeega schön und ging ca. 1 ½ Stunden. Die Landschaft ist natürlich der Wahnsinn und wir haben ganz viele Nyungwe Affen gesehen und sogar ein Reh. Die Straße vom Nyungwe nach Rusizi war nicht nur super gut von den Chinesen ausgebaut, es gibt auch noch sehr wenig Verkehr auf der Straße, es gibt viele Hügel und sehr viele Kurven die beim Motorradfahren immer Spaß machen. Da ich noch nie hinter dem Nyungwe war, war die Landschaft ab dem Nyungwe für mich absolut neu und ich habe mich gefreut weite und schöne Teeplantagen zu sehen. Tee Plantagen fand ich bereits in Indien super cool und auch in Ruanda sind sie beeindruckend. Wir haben dann natürlich auch in einem kleinen Tee Hügel halt gemacht und die Tee Felder mit dem Nyungwe im Hintergrund gesehen. 
 








Danach ging es dann weiter für ca. 30min nach Rusizi. Rusizi hat tatsächlich echt nichts zu bieten :D. Ich weiß nicht wieso es hier immer wieder Einheimische gibt die Rusizi so cool finden. Die Stadt ist super klein und es gibt nur ein teures Restaurant bei dem man einen schönen Blick auf den Kivu See hat, ansonsten ist der Blick auf dem See in der Stadt nicht so klar. Überhaupt ist der See in Rusizi nicht halb so beeindruckend wie in Kibuye oder Giseny oder die Seen Ruhondo und Burera in der Nähe von Musanze. Rusizi liegt direkt an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo und für mich war die Grenze das Spannenste an der Stadt. Wieso könnt ihr für euch selbst sehen ;). 






Dann haben wir einen kleinen Fehler gemacht. Das Wetter war nicht so toll eigentlich. Es war stark bewölkt, ein bisschen kalt und es war klar, dass wir nicht rechtzeitig vor Sonnenuntergang in Gassarenda ankommen würden. Und weil weder ich noch Didace eine Jacke dabei hatten, hätten wir eigentlich die Nacht in Rusizi verbringen müssen... Wir hatten zwar Glück, dass es während der ganzen Fahrt nicht geregnet hat, aber auf ca. 2500m Höche nur mit einem Pulli, nachts bei bewölktem Wetter durch einen Bergnebelwald zu fahren, dass war schon nicht so schlau. Wir haben uns beide den A.... abgefrohren!!! Dazu kommt, dass wir es beide nicht gewohnt sind 6-8 Stunden auf dem Motorrad zu sitzen! Wir haben also nicht nur gefrohren, sondern hatten beide während den letzten 2 Stunden Fahrtzeit Rücken und Arschschmerzen :D. Das war schon ganz schön hart und wir sind total erschöpft in Gassarenda angekommen aber es hat sehr viel Spaß gemacht und zum Abschluss haben wir uns „Akabenze“ gegönnt. Ein großer Teller Schweinefleisch mit Pommes und Gemüse!!

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