Dienstag, 28. Februar 2017

Abschlussfazit: 6 Monate als Student in Ruanda



Sooooo, ich bin jetzt schon seit 1. Woche wieder zurück in Deutschland und damit wird es jetzt Zeit für ein Abschlussfazit. Kurz gesagt: Ruanda ist ziemlich ziemlich cool!! :). Am Besten gefallen hat mir in Ruanda wahrscheinlich die super coolen Bäume, das fantstische Wetter, der super schöne Kivu See und die witzigen Leute. Ich war Begeistert davon so eine wahnsinnig coole Vielfalt an Bäumen in Ruanda zu sehen von denen im Februar viele farbige Blüten ausbilden!! Im Februar ist bei uns in Deutschland leider leider alles kahl und düster. Ich bin hier in Deutschland schon seiter einer Woche total am Frieren und es ist kalt und ungemütlich und nass und dunkel und bähhhh :D. Gut ich habe gehört in der Regenzeit soll Ruanda auch nicht mehr so gemütlich sein, aber diese Jahreszeit habe ich in Ruanda ja gekonnt umgangen :D. Ich habe mir nur die sehr sehr warme und sonnige und angenehme Phase von ende August bis mitte Februar reingezogen. Mal abgesehen von den Bäumen und dem Wetter, war die Landschaft auch einfach nur toll. Der Kivu See ist bisher wahrscheinlich der schönste See den ich gesehen habe, seit November war alles grün und frisch, Akagera hat eine super Atmosphäre und die Nyungwe und Virunga Nationalparks sind einfach nur faszinierend. Natürlich gibt es auch super super tolle Landschaften in Deutschland (z.B. Sächsische Schweiz) aber ich werde die ruandische Landschaft vermissen. Sie ist halt doch einzigartig. Ebenfalls sehr cool, fand ich die überwiegend offene und freundliche Atmosphäre in Ruanda. Ich nehme sehr positiv mit, dass die Leute sehr gerne und fantastische Tänzer sind und bei Musik sofort angefangen wird zu tanzen. Bei uns in Deutschland muss man erst einmal vorglühen, dann im Club noch viel trinken und wenn man dann betrunken genug ist wird dann auch getanzt ja :D. In Ruanda wird ein Bier getrunken und dann gehen die Leute ab! Dabei muss ich einfach betonen, dass in Ruanda jeder mit jedem Tanzt! In den Nachtklubs gibt es oft einen oder zwei große Kreise und dann gehen die Leute zusammen ab und jeder wird bejubelt ob er jetzt ein großer Tänzer ist oder nicht. In Deutschland kenne ich das so, dass man eher so kleine Gruppen macht und dann in der kleinen Gruppe getanzt wird. Die Ruanda sind da ein bisschen offener und das sehe ich als großes Plus :). Besonders vermissen werde ich natürlich auch meine sehr coolen Freunde die ich dort kennengelernt habe. Einige Freunde wie Caroline oder Sarah werde ich wahrscheinlich schon „bald“ wiedersehen, bei anderen sehr wichtigen Freunden wie Ashley, Austin und ganz besonders Didace, wird es wohl noch Ewigkeiten dauern bis ich sie wiedersehe, wenn überhaupt. Bei Ashley und Austin bin ich relativ zuversichtlich, weil ich ohnehin noch in die USA will. Bei Didace werden wir erst noch sehen, ob und wann ich wieder zurück nach Ruanda komme. 





 
Das Hauptnegative an Ruanda ist ganz klar das tägliche „Muzungu! Give me my money!“, oder „Hey schau mal da ist ein Muzungu“ oder „Hey Muzungu was geht ab! Ich finde Muzungus geil!“, oder „Du kannst mir auch ein Smartphone schneken oder? Komm ein Smartphone! Für dich ist das doch nichts ;). Ich bin leider super super arm und habe leider absolut kein Geld..., aber zum Glück bist du so ein guter Mensch und du kannst mich ja unterstützen :)“. Also das ist schon nervig, aber ich muss auch dazu sagen, dass ich mich nach ca. 3 Monaten auch schon daran gewöhnt habe. Das gehört irgendwie dazu und das ist halt leider so und damit muss man klar kommen. Man sagt dann einfach „Yego“ (Ja) oder „Murakoze“ (Danke) oder „Ich fühle mich nicht wohl Leuten Geld zu geben, sorry“ und dann hat sich das auch erledigt. Es ist halt nervig weil man das jeden Tag machen muss aber da kann man nichts machen, außer Leuten immer wieder erklären, dass die allermeisten weißen das nicht so toll finden Muzungu genannt zu werden und ansonsten immer schön höflich und locker bleiben. Es ist ja echt keine Beleidigung, sondern die Leute freuen sich ja in der Regel einen Muzungu zu sehen und das muss man sich immer wieder vor Augen führen. Was leider in den 6 Monaten schade war, ist das ich keinen Richtigen Freund an der Uni gefunden habe, weil die halt alle nach 3min Smaltalk nach „Unterstützung“ gefragt haben oder die Englischkenntnisse sooo schlecht waren, dass die Kommunikation so schwer war, das ich leider keine echte Freundschaft aufbauen konnte. Didace war eigentlich mein einziger echter ruandischer Freund. Also war für mich leider relativ schwer Kontakte aufzubauen und das ist so ein negatives Fazit, dass ich nennen muss. Trotzdem waren meine Mitstudenten suuuuuuper nett und ich viel Spaß mit ihnen!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das mit dem Betteln ist Ruanda einfach überhaupt nichts unverschämtes oder unhöflichses oder sonst irgendwie negativ. Das ist einfach normal und deswegen waren Klassenkammeraden auch sehr nett eigentlich!! :). Ansonsten gab es nur noch ein Sache, die mich zumindest in den ersten 3 Monaten dort genervt hat. Caroline hat ohne Witz, täglich neue Kerle kennengelert die umbedingt mit ihr befreundet sein wollten oder sich sofort unsterblich verliebt haben und dann hat sie jeden Tag 3-5 anrufe bekommen von Leuten die unbedingt mit ihr ausgehen wollten. Das provoziert mich dann schon das muss man ganz klar sagen. Aber nicht so schlimm und das habe ich nach Caroline’s Abschied dann ja auch nicht mehr mitbekommen :D. 



Also alles in allem war das eine sehr tolle Zeit! Ich hatte eigentlich keine echten Probleme oder zwischenfälle und hatte viel Spaß!!! :). Wenn ich noch einmal die Möglichkeit bekommen sollte zurück nach Ruanda zu kommen, würde ich das sehr sehr gerne machen. Ruanda ist ein super Land :)!!!!



 
Tja, dass war dann mein Ruanda Blog. Ich komme mit super Eindrücken zurück und freue mich schon auf das nächste „Dennis-wird-.....“. Wohin und wann es mich als nächstes Verschlägt, werden wir erst noch sehen aber die nächste längere Auslandszeit kommt bestimmt :)!!
Viele Liebe Grüße und Murabeho!!!! :)    

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