Die letzte Woche in Ruanda war echt
noch einmal sehr witzig :). Ich musste mich von allen Verabschieden, noch einen
Baum fällen und irgendwie ein Dokument mit meinen Leistungen auftreiben. Für
meine Leistungen habe ich also den Geographie Institutsleiter gefragt, was ich
machen soll und er hat mich nach Kigali zur Registratur geschickt. Ich bin also
am Montag schön brav um 5:30 Uhr aufgestanden und habe schön früh den Bus nach
Kigali genommen, damit ich da auch schön früh ankomme, weil Beamte am Morgen in
der Regel besser gelaunt sind und weil gerade in Ruanda Beamte auch gerne Mal
am Nachmittag auf „Meetings“ sind. Ich komme also wie geplant schön um 10 Uhr
an der Registratur an und die Registratur so: „ Ja ne also das macht der
Institutsleiter für dich.“ :D. Dann rufe ich aus Kigali den Institutsleiter an
und er so: „Oh! Ja dann komm zurück.“ Ich bin also völlig umsonst am Montag
nach Kigali gefahren, aber was solls. Dafür bin ich noch in Kigali spazieren
gegangen und habe noch einige interessante Dinge gesehen.
Am Dienstag bin ich dann zum
Institutsleiter gegangen und er hat mir ein Dokument gegeben mit dem ich am
Donnerstag wieder nach Kigali musste, also bin ich Donnerstag morgens wieder
nach Kigali gefahren, nur das ich da noch deutlich müder war, weil ich am Abend
vorher mit Didace gesehen habe wie die Bayern Arsenal mit 5:1 vom Platz gefegt
haben. Diesmal ging in Kigali alles gut, sodass ich mein Dokument endlich
bekommen habe und schon am Nachmittag zurück in Huye war. Am
Donnerstagnachmittag hat mich mein Deutscher Kumpel und Medizinstudent Oliver
mal zur Chirugie mitgenommen und wir haben zwei kleine OP’s gesehen. Bei der
Ersten ging es darum, dass ein 6 Tage altes Baby Verdauungsprobleme hatte und
es deshalb kurz vorm Verhungern war, der Arzt konnte das Kind aber retten. Die
OP soll auch zu den leichteren gehörn, sieht als Laie aber schon sehr
beeindruckend aus. Ich habe auch noch nie ein so kleines und mageres Kind
gesehen. Bei der zweiten OP hatte eine Frau ein gebrochenes Bein. Die waren
zwei Leute zu wenig bei der OP und haben dann Oliver und Joke, noch eine
Freundin von mir, gebeten einzuspringen!! Oh man oh man ich dachte mir nur,
„Nein ich werde nicht irgendwie Helfen und Scheiße bauen!!!“ aber Oliver hatte
alles unter Kontrolle und ich musste nichts machen. Am Abend gab es dann ein
Verabschiedungsessen und noch einmal Karaoke. Ich merke gerade, dass wir
komplett vergessen haben noch ein Foto zu schießen.... Ups, naja was solls.
Ich bin also am Donnerstag wieder
ordentlich spät nach Hause gekommen und dann ging es am Freitag, meinem letzten
ganzen Tag in Ruanda, zum Wald um noch einen letzten Baum für die
Bachelorarbeit zu fällen. Einen schönen Cedrella. Das ging sehr sehr gut,
einfach und es gab keine Probleme. Nur ein Problemchen gab es schon, uns hat
tatsächlich 10min vor Schluss noch ein einstündiger Regenschauer die Messung
der Grobäste versaut. So ein Mist, aber naja das ist dann jetzt leider halt so.
Am Freitagabend haben wir dann noch einmal bei Freunden ordentlich getanzt und
Bier getrunken waren noch im Nachtklub. Samstag habe ich noch die Proben vom
Cedrela ausgemessen und habe mir vor der Reise noch einen fetten Teller
Spagetthi Bolognese gegönnt und einen großen Smoothie und mich von meinem
Kumpel Deo verabschiedet. Tja danach ging es auch schon wieder nach
Deutschland. In Kigali hatte ich noch lust auf eine letzte lustige Aktion :D.
Ich habe mich von einem Moto fahrer zum Airport fahren lassen. Das war total
unbequem und er hat mich dann am Flughafen total abgezockt, aber es war
trotzdem irgendwie lustig so zum Abschluss. Tja und dann ging es auch schon wieder
endgültig zurück :).





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