Nach dem Aufenthalt in Kibuye, sind
wir dann weiter in Richtung Nord/Westen zur Stadt Musanze gefahren um den
Vulkan Nationalpark zu sehen und einen Vulkan zu besteigen. Weil wir aber am
ersten Abend ziemlich ziemlich kaputt in Musanze angekommen sind, haben wir
beschlossen am ersten Tag noch nicht die Vulkane zu besteigen, sondern sind zum
Ruhondo See gefahren. Ich habe also mit Claire einen ähnlichen Spaziergang
gemacht wie vor einem Monat mit Caroline, aber diesmal sind wir früher
losgefahren und noch ein Stück weitergegangen. Wir hatten einen Super tollen
Ausblick auf Ruhondo und konnten am späten Nachmittag einen der Vulkane sehen.
Ruhondo ist super schön, aber leider sollte man zur Prävention von Krankheiten
lieber nicht schwimmen gehen.... Schade!! Der Kivu See und vielleiiiiicht noch
der Viktoria See sind die einzigen zwei Ostafrikas bei denen man auch sicher
schwimmen gehen kann.
Am nächsten Tag war es dann soweit,
die letzt große und leider ganz schön teure Aktion die ich umbedingt noch
machen wollte bevor ich wieder zurück Fliege. Wir haben einen der Vulkane des
Vulkan Nationalparks bestiegen und zwar den zweit kleinsten der fünf Vulkan,
den 3700m hohen Visoke. Ich würde sooooooooo gerne den noch aktiven Vulkan
Nyiragongo im kongoläsischen Teil des Parkes besucht, aber das hätte mit Visa,
Übernachtung, Ausrüstung, Eintritt, Fahrtkosten etc. loooocker die 500€
überschritten. Man kann beim Nyirangongo sogar noch lava sehen und sogar,
obwohl man weit weg steht die wärme der Lava spütren. Das wäre für mich
wierklich ein suuuuuper spannendes Erlebnis gewesen. Tja, vielleicht das
nächste Mal wenn ich ein reicher fast Rentner bin. Aber der Visoke und Volcanos
National Park waren auch schon sehr sehr cool.
Wir haben um 6 Uhr morgens das
verpflichtende Taxi zum Parkeingang genommen und dort gab es eine kleine Show
mit Tee für alle Besucher des Parks. Um 7 Uhr hat uns der Tourguide, der den
Visoke mit allen macht, eine Einführung gegeben und dann sind wir zum
Startpunkt für den Visoke gefahren. Wir waren insgesamt 8 Leute die den Visoke
bestiegen haben. Ich, Claire, zwei deutsche Freunde aus Butare die wir am Tag
vorher zufällig in Musanze getroffen haben und eine Französische Familie aus
Lille. Im Vergleich zu den zwei anderen Nationalparks Akagera und Nyungwe, war
der Vulkan Nationalpark am Besten beschützt und die Tour am besten organisiert.
Es standen einige Träger bereit die bei Bedarf Gepäck hochgetragen hätten. Der
Guide hatte eine militärische Ausbildung, war fit und kannte sich fantastisch
mit der Geschichte, der Tierwelt und Botanik des Parks aus. Zum Schutz vor
Büffel hatten wir sogar 5 Soldaten die uns mit Maschiengewehren begleitet
haben. Der Vulkan Nationalpark ist so ein bisschen das Juwel und Aushängeschild
Ruandas und wird deshalb auch besonders gut geschützt und Touren besonders gut
organisiert. Der Park war der absolute Wahnsinn! Die Pflanzenvielfalt war super
beeindurckend und die ganze Atmosphäre war wie mein deutscher Kumpel aus Butare
gesagt hat „Dschungliger“ im Vergleich zum Nyungwe Nationalpark. Als Botaniker
müssen der Volcano und der Nyungwe doch ein absoluter Traum sein wenn ich mir
angucke wie viele unterschiedliche Pflanzenarten es gibt. Also für mich war der
Volanco National Park der schönste der drei Parks.
Der Aufstieg zum Kratersee des
Visoke hat ca. 3- 4 Stunden gedauert. Leider war der Aufstieg ein bisschen zu
steil für Claire, sodass sie sich nach oben quelen musste und mich regelmäßig
böse angeguckt hat (ups.....). Aber ich sag mal für mich war es nicht ohne,
aber ich hatte auch schön anstrengendere Wanderungen. Interessant fand ich
auch, dass man den Höhenunterschied auch daran gemerkt hat, dass es auf einmal
merklich schwieriger war zu atmen. Also man konnte schon noch normal und gut
Atmen aber man kommt auf 3.000m Höhe unheimlich schnell auser puste! Das war
schon interessant.
Der 450m lange Kratersee an sich
war auch ein sehr sehr schönes Finale. Der Krater hat die perfekte Kreisrunde
Form eines typischen Schichtvulkans und es ist der größte Krater der Region.
Die Vulkane des Parks bilden die natürliche Grenze zu den Nachbarstaaten
Demokratische Republik Kongo und Uganda. Deshalb verläuft die Grenze zum Kongo
genau durch die Mitte des Kratersees. Ich war also tatsächlich nur ca. 225m vom
Kongo entfernt ;). Deshlab durfte man leider auch nicht um den See herum
laufen. Die Soldaten haben gesagt, dass keiner von Ihnen jemals auf der anderen
Seite des Sees waren, weil sie es nicht dürfen und weil man natürlich nicht die
möglichen Soldaten auf der anderen Seite nicht unnötig provozieren und
verunsichern will. Grund zur Sorge gab es aber absolut keinen, weil es
natürlich frieden zwischen Kongo und Ruanda gibt, wir ja alle schön brav auf
der ruandischen Seite waren und die Kongoläsische Regierung genau weiß das
Touristen aus Ruanda den Visoke besteigen.
Der Weg zurück war genau der Selbe
Weg und ging viel schneller. Der Rückweg war dann auch für Claire kein Problem
denke ich. Am Ende hat es leider angefangen ein wenig zu regnen, aber ganz
ehrlich, irgendwie hat das auch zur Atmosphäre beigetragen. Ich habe schon in
Irland gemerkt, dass ich eigentlich lieber im Regen wandern gehe als bei großer
Hitze.
Die Abende und den halben Tag vor
unserer nächsten Station, haben wir in der Stadt Musanze verbracht, Startpunkt
für die Vulkan/ Gorilla Wanderungen. Die Stadt ist laut meinem Reiseführer mit
80.000 Einwohnern die 4. Größte Stadt Ruandas aber laut den Einheimischen die
zweit größte Stadt des Landes. Es ist nicht die 2. Größte Stadt, weil Musanze
sehr sehr klein ist, aber es wahrscheinlich die 2. modernste Stadt (oder Giseny
nicht sicher). Die Infrastruktur ist super, es gibt viele tolle Restaurants und
Bars, ein Fitnessstudio, eine sehr gute Bäckerei bei der die Croissants fast
wie in Europa schmecken und mehrer Supermärkte. Also vom Entwicklungsstand ist
Musanze viel weiter als Butare. Das liegt natürlich daran, dass die Stadt sehr
stark vom Tourismus profitiert!! :).









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