Montag, 6. Februar 2017

Travel mit Claire Madame 2: Musanze, Ruhondo und Visoke



Nach dem Aufenthalt in Kibuye, sind wir dann weiter in Richtung Nord/Westen zur Stadt Musanze gefahren um den Vulkan Nationalpark zu sehen und einen Vulkan zu besteigen. Weil wir aber am ersten Abend ziemlich ziemlich kaputt in Musanze angekommen sind, haben wir beschlossen am ersten Tag noch nicht die Vulkane zu besteigen, sondern sind zum Ruhondo See gefahren. Ich habe also mit Claire einen ähnlichen Spaziergang gemacht wie vor einem Monat mit Caroline, aber diesmal sind wir früher losgefahren und noch ein Stück weitergegangen. Wir hatten einen Super tollen Ausblick auf Ruhondo und konnten am späten Nachmittag einen der Vulkane sehen. Ruhondo ist super schön, aber leider sollte man zur Prävention von Krankheiten lieber nicht schwimmen gehen.... Schade!! Der Kivu See und vielleiiiiicht noch der Viktoria See sind die einzigen zwei Ostafrikas bei denen man auch sicher schwimmen gehen kann.   






Am nächsten Tag war es dann soweit, die letzt große und leider ganz schön teure Aktion die ich umbedingt noch machen wollte bevor ich wieder zurück Fliege. Wir haben einen der Vulkane des Vulkan Nationalparks bestiegen und zwar den zweit kleinsten der fünf Vulkan, den 3700m hohen Visoke. Ich würde sooooooooo gerne den noch aktiven Vulkan Nyiragongo im kongoläsischen Teil des Parkes besucht, aber das hätte mit Visa, Übernachtung, Ausrüstung, Eintritt, Fahrtkosten etc. loooocker die 500€ überschritten. Man kann beim Nyirangongo sogar noch lava sehen und sogar, obwohl man weit weg steht die wärme der Lava spütren. Das wäre für mich wierklich ein suuuuuper spannendes Erlebnis gewesen. Tja, vielleicht das nächste Mal wenn ich ein reicher fast Rentner bin. Aber der Visoke und Volcanos National Park waren auch schon sehr sehr cool. 

Wir haben um 6 Uhr morgens das verpflichtende Taxi zum Parkeingang genommen und dort gab es eine kleine Show mit Tee für alle Besucher des Parks. Um 7 Uhr hat uns der Tourguide, der den Visoke mit allen macht, eine Einführung gegeben und dann sind wir zum Startpunkt für den Visoke gefahren. Wir waren insgesamt 8 Leute die den Visoke bestiegen haben. Ich, Claire, zwei deutsche Freunde aus Butare die wir am Tag vorher zufällig in Musanze getroffen haben und eine Französische Familie aus Lille. Im Vergleich zu den zwei anderen Nationalparks Akagera und Nyungwe, war der Vulkan Nationalpark am Besten beschützt und die Tour am besten organisiert. Es standen einige Träger bereit die bei Bedarf Gepäck hochgetragen hätten. Der Guide hatte eine militärische Ausbildung, war fit und kannte sich fantastisch mit der Geschichte, der Tierwelt und Botanik des Parks aus. Zum Schutz vor Büffel hatten wir sogar 5 Soldaten die uns mit Maschiengewehren begleitet haben. Der Vulkan Nationalpark ist so ein bisschen das Juwel und Aushängeschild Ruandas und wird deshalb auch besonders gut geschützt und Touren besonders gut organisiert. Der Park war der absolute Wahnsinn! Die Pflanzenvielfalt war super beeindurckend und die ganze Atmosphäre war wie mein deutscher Kumpel aus Butare gesagt hat „Dschungliger“ im Vergleich zum Nyungwe Nationalpark. Als Botaniker müssen der Volcano und der Nyungwe doch ein absoluter Traum sein wenn ich mir angucke wie viele unterschiedliche Pflanzenarten es gibt. Also für mich war der Volanco National Park der schönste der drei Parks. 







Der Aufstieg zum Kratersee des Visoke hat ca. 3- 4 Stunden gedauert. Leider war der Aufstieg ein bisschen zu steil für Claire, sodass sie sich nach oben quelen musste und mich regelmäßig böse angeguckt hat (ups.....). Aber ich sag mal für mich war es nicht ohne, aber ich hatte auch schön anstrengendere Wanderungen. Interessant fand ich auch, dass man den Höhenunterschied auch daran gemerkt hat, dass es auf einmal merklich schwieriger war zu atmen. Also man konnte schon noch normal und gut Atmen aber man kommt auf 3.000m Höhe unheimlich schnell auser puste! Das war schon interessant. 

Der 450m lange Kratersee an sich war auch ein sehr sehr schönes Finale. Der Krater hat die perfekte Kreisrunde Form eines typischen Schichtvulkans und es ist der größte Krater der Region. Die Vulkane des Parks bilden die natürliche Grenze zu den Nachbarstaaten Demokratische Republik Kongo und Uganda. Deshalb verläuft die Grenze zum Kongo genau durch die Mitte des Kratersees. Ich war also tatsächlich nur ca. 225m vom Kongo entfernt ;). Deshlab durfte man leider auch nicht um den See herum laufen. Die Soldaten haben gesagt, dass keiner von Ihnen jemals auf der anderen Seite des Sees waren, weil sie es nicht dürfen und weil man natürlich nicht die möglichen Soldaten auf der anderen Seite nicht unnötig provozieren und verunsichern will. Grund zur Sorge gab es aber absolut keinen, weil es natürlich frieden zwischen Kongo und Ruanda gibt, wir ja alle schön brav auf der ruandischen Seite waren und die Kongoläsische Regierung genau weiß das Touristen aus Ruanda den Visoke besteigen. 




Der Weg zurück war genau der Selbe Weg und ging viel schneller. Der Rückweg war dann auch für Claire kein Problem denke ich. Am Ende hat es leider angefangen ein wenig zu regnen, aber ganz ehrlich, irgendwie hat das auch zur Atmosphäre beigetragen. Ich habe schon in Irland gemerkt, dass ich eigentlich lieber im Regen wandern gehe als bei großer Hitze. 



Die Abende und den halben Tag vor unserer nächsten Station, haben wir in der Stadt Musanze verbracht, Startpunkt für die Vulkan/ Gorilla Wanderungen. Die Stadt ist laut meinem Reiseführer mit 80.000 Einwohnern die 4. Größte Stadt Ruandas aber laut den Einheimischen die zweit größte Stadt des Landes. Es ist nicht die 2. Größte Stadt, weil Musanze sehr sehr klein ist, aber es wahrscheinlich die 2. modernste Stadt (oder Giseny nicht sicher). Die Infrastruktur ist super, es gibt viele tolle Restaurants und Bars, ein Fitnessstudio, eine sehr gute Bäckerei bei der die Croissants fast wie in Europa schmecken und mehrer Supermärkte. Also vom Entwicklungsstand ist Musanze viel weiter als Butare. Das liegt natürlich daran, dass die Stadt sehr stark vom Tourismus profitiert!! :). 







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