Montag, 6. Februar 2017

Volcano National Park: Diana Fossey, Entstehung und der Visoke als perfekter Schichtvulkan



Zum Abschluss muss ich natrülich noch etwas zum Volcano National Park, zu den Vulkanen und dem Visoke schreiben. Der Volcano National Park ist der wahrscheinlich berühmteste Park Rwandas, weil man hier die berühmte Gorilla trekking tour machen kann. Die Gorillas erlangten weltweiten Ruhm durch die Amerikanische Gorilla Forscherin Diana Fossey. Diese Frau hat Jahre lang mit den Gorillas im Wald zusammengelebt, sie studiert und diese so gut es geht vor Wilderern und der Tourismusbehörde beschützt. Nach einiger Zeit haben die Gorillas Fossey akzeptiert und sie war wohl ein Teil der Gesellschaft der Gorrilas. Immer wieder kam es wohl zu Zwischenfällen zwischen den Gorillas und Wilderern die überwiegend aus Bewohnern der näheren Umgebung kommen. Ab und zu wurden Gorillas erschossen oder durch Fallen verletzt. Diana Fossey hat diese Attacken wohl sehr persönlich genommen und danach selber angefangen Jagt auf Wilderer zu machen. Sie soll einigen Wilderen mit fragwürdigen Methoden Todesangst eingejagt haben, zum Teil Kinder der Wilderer entführt haben und Häuser und Fälder verbrannt haben. Auch mit der Tourismusbehörde Ruandas hat sie sich angelegt. Sie hat durch gut organisierte und internationale Protestaktionen immer wieder gegen die Behörde demonstriert und so letztlich viele Pläne der Behörde unterbunden. Die Behörde wollte mehr Einnahmen durch Gorrilla Touren (so wie sie jetzt stattfinden) machen. Am 27. Dezember 1985 wurde sie dann nachts mit einer Machete erschlagen. Er Mord wurde wohl nie richtig aufgeklärt. Die Ruandische Regierung hat 6 Monate später ihren Amerikanischen und Ruandischen Assistent für die Tat verantwortlich gemacht und wegen mordes verurteilt. Aber es soll dafür wohl keine Beweise geben. Spekuliert wird, dass sie wahrscheinlich von Wilderern oder der Tourismusbehörde ermordet wurde. Es gibt sogar einen tollen Film „Gorillas im Nebel“ der eine Oskar Nominierung und einen golden globe bekommen hat. Und wegen ihrer medienwirksamen Arbeit und dem Hollywood Film und einer BBC Dokumentation ist sie international sehr berühmt und viele Touristen wollen heute diese Gorillas sehen. Sie wurde neben ihrem Lieblingsgorilla und in der Nähe ihrer Forschungsstation begraben. Man kann ihr Grab sogar für „schlappe“ 100$ besuchen....

Heute, und schon seit einigen Jahrzehnten, gibt es ein paar Nichtregierungsorganisationen, wie die „Diana Fossey Foundation International“, die sich weiterhin für den Erhalt der Gorillas einsetzten und wilderer bekämpfen. Und das mit Erfolg! Heute gibt es im Ruandischen Teil des Parkes mehr als 800 Gorillas und in den 80er Jahren waren es nur 250 Tiere. Das Problem ist im Moment, dass die Zahl der Tiere im Moment im Kongo drastisch zurück geht, weil es dort nicht die Selben Sicherheitsstrukturen gibt wie in Ruanda. Im Moment ist der Schutz der Tiere im Kongo eines der Hauptanliegen der NGO’s. Allerdings nehmen die NGO’s wesentlich mehr Rücksicht auf die Wilderer, den die meisten Wilderer gehen aus Armut in den Park und erschießen die Gorillas und stellen Fallen zum eigenen Schutz auf. Deshalb schützten die NGO’s in Zusammenarbeit mit der Regierung der Park sehr akribisch und verhängen harte Strafen gegen Eindringlige. Aber gleichzeitig wird ein sehr großer Teil der Spendengelder in die lokalen Gemeinden investiert, damit die Menschen in der Nähe des Parks nachhaltig überleben können ohne im Park wildern zu müssen. Die NGO’s und die Regierung setzten sich also nicht nur für den Park ein, sondern haben erkannt, dass sie den Park am besten beschützten können, wenn sie die die Lebenssituation der lokalen Bevölkerung verbessern. Das war vielleicht der große Fehler von Diana Fossey, die sich scheinbar gar nicht für die regionale Bevölkerung interessiert hat und deshalb auch in der Region absolut unbeliebt war.   


         
    
Nun noch ein wenig mehr zu der Entstehung der Vulkane im Nationalpark. Ich habe das Thema mit dem Ostafrikanischen Graben zwar schon angeschnitten, ich möchte es jetzt aber noch ausführlicher beschreiben. 

Also beim Ostafrikanischen Grabenbruch ist es so, dass sich Ostafrika im Moment vom Rest des Afrikanischen Kontinents abspaltet und in sich in Richtung Naher Osten bewegt. Wieso ist das so? Unter der Erde gibt es eine dicke fette Gesteinsschicht und unter dieser Schicht gibt es Magma die sich Bewegt bzw. Fließt wie dickflüssiges Wasser. In Ostafrika hat sich ganz viel von dieser Magma gesammelt und ganz viel Druck auf die Gesteinsschicht ausgeübt und diese Schicht angehoben. Wegen dem großen Druck, hat die Magma an vielen Stellen in Ostafrika wege gefunden, durch die Gesteinsschich und an die Erdoberfläche hochzukommen. Das ist dann ein Vulkanausbruch. Wenn Lava ausbricht, bleibt sie so lange Flüssig, bis sie irgendwann erkaltet und zu Stein wird und wenn ganz viel Lava ausbricht entstehen sehr sehr große Vulkane. Deswegen gibt es im Nationalpark auch solche hohen Vulkane die 3500 bis 4500m hoch werden. Auch der Kilimandscharo, der gößte Berg Afrikas, ist ein 5900m hoher Vukan. 

Der Hohe Druck der Magma führte also zu der allgemeinen Erhebung und den Vulkanen in der Region, aber er hat auch am heißesten und stärksten Punkt der Magmaansammlung die Gesteinsschicht weggeschmolzen, sodass ein Teil der Landschaft viel weiter unten liegt als der Rest. Deswegen gibt es in Ostafrika da wo die Magmaschicht das Gestein weggeschmolzen hat auch einen riesigen Graben und deswegen spricht man bei dieser Region auch von dem Ostafrikanischen Graben. 


 Zum Abschluss dieses Beitrags noch ein wenig zum Visoke selbst. Der Visoke ist ein wunderschöner nahezu perfekter Schulbuch Schichtvulkan. Wenn man Leute bitten würde sich einen Vulkan vorzustellen, würden sich die aller meisten Menschen einen Schichtvulkan vorstellen. Das ist die Vulkanart die man immer in allen Filmen (Ice Age etc.) sieht.

Wenn ein Schichtvulkan ausbricht, hat die Lava in der Regel eine im Vergleich zu anderen Vulkanen geringe Temperatur und erkaltet sehr schnell. Dazu kommt, dass die Lava, wegen wenig Kiselsäure, sehr dickflüssig ist und nur sehr langsam den Hang herunter fließt. Deswegen sind Sichtvulkane oft sehr hoch. Die Lava fließt von der Öffnung in alle Richtungen gleichmäßig runter und deshalb sehen diese Vulkane immer aus wie ein Kegel. Neben der Lavaschicht spuckt der Vulkan bei einem Ausbruch immer auch Aschewolken die ziemlich stark senkrecht hochgeschossen werden und in der näheren Umgebung wieder landen. Fällt diese Asche auf dem Boden, verfestigt sie sich so wie lava zu Gestein. Der Schichtvulkan heißt „Schicht-“ Vulkan, weil der Vulkan sich  mit Lava und Ascheschichten abwechselt. Ich finde das sieht man gut in dem Bild das ich hier einfüge. Und der Visoke ist so ein Schichtvulkan der 1957 das letzte Mal und vorraussichtlich zum letzten Mal ausgebrochen ist. 



     

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