Zum Abschluss muss ich natrülich
noch etwas zum Volcano National Park, zu den Vulkanen und dem Visoke schreiben.
Der Volcano National Park ist der wahrscheinlich berühmteste Park Rwandas, weil
man hier die berühmte Gorilla trekking tour machen kann. Die Gorillas erlangten
weltweiten Ruhm durch die Amerikanische Gorilla Forscherin Diana Fossey. Diese Frau
hat Jahre lang mit den Gorillas im Wald zusammengelebt, sie studiert und diese
so gut es geht vor Wilderern und der Tourismusbehörde beschützt. Nach einiger
Zeit haben die Gorillas Fossey akzeptiert und sie war wohl ein Teil der
Gesellschaft der Gorrilas. Immer wieder kam es wohl zu Zwischenfällen zwischen
den Gorillas und Wilderern die überwiegend aus Bewohnern der näheren Umgebung
kommen. Ab und zu wurden Gorillas erschossen oder durch Fallen verletzt. Diana
Fossey hat diese Attacken wohl sehr persönlich genommen und danach selber
angefangen Jagt auf Wilderer zu machen. Sie soll einigen Wilderen mit
fragwürdigen Methoden Todesangst eingejagt haben, zum Teil Kinder der Wilderer
entführt haben und Häuser und Fälder verbrannt haben. Auch mit der
Tourismusbehörde Ruandas hat sie sich angelegt. Sie hat durch gut organisierte
und internationale Protestaktionen immer wieder gegen die Behörde demonstriert
und so letztlich viele Pläne der Behörde unterbunden. Die Behörde wollte mehr
Einnahmen durch Gorrilla Touren (so wie sie jetzt stattfinden) machen. Am 27.
Dezember 1985 wurde sie dann nachts mit einer Machete erschlagen. Er Mord wurde
wohl nie richtig aufgeklärt. Die Ruandische Regierung hat 6 Monate später ihren
Amerikanischen und Ruandischen Assistent für die Tat verantwortlich gemacht und
wegen mordes verurteilt. Aber es soll dafür wohl keine Beweise geben.
Spekuliert wird, dass sie wahrscheinlich von Wilderern oder der
Tourismusbehörde ermordet wurde. Es gibt sogar einen tollen Film „Gorillas im
Nebel“ der eine Oskar Nominierung und einen golden globe bekommen hat. Und
wegen ihrer medienwirksamen Arbeit und dem Hollywood Film und einer BBC
Dokumentation ist sie international sehr berühmt und viele Touristen wollen
heute diese Gorillas sehen. Sie wurde neben ihrem Lieblingsgorilla und in der
Nähe ihrer Forschungsstation begraben. Man kann ihr Grab sogar für „schlappe“
100$ besuchen....
Heute, und schon seit einigen
Jahrzehnten, gibt es ein paar Nichtregierungsorganisationen, wie die „Diana
Fossey Foundation International“, die sich weiterhin für den Erhalt der
Gorillas einsetzten und wilderer bekämpfen. Und das mit Erfolg! Heute gibt es
im Ruandischen Teil des Parkes mehr als 800 Gorillas und in den 80er Jahren
waren es nur 250 Tiere. Das Problem ist im Moment, dass die Zahl der Tiere im
Moment im Kongo drastisch zurück geht, weil es dort nicht die Selben
Sicherheitsstrukturen gibt wie in Ruanda. Im Moment ist der Schutz der Tiere im
Kongo eines der Hauptanliegen der NGO’s. Allerdings nehmen die NGO’s wesentlich
mehr Rücksicht auf die Wilderer, den die meisten Wilderer gehen aus Armut in
den Park und erschießen die Gorillas und stellen Fallen zum eigenen Schutz auf.
Deshalb schützten die NGO’s in Zusammenarbeit mit der Regierung der Park sehr
akribisch und verhängen harte Strafen gegen Eindringlige. Aber gleichzeitig
wird ein sehr großer Teil der Spendengelder in die lokalen Gemeinden
investiert, damit die Menschen in der Nähe des Parks nachhaltig überleben
können ohne im Park wildern zu müssen. Die NGO’s und die Regierung setzten sich
also nicht nur für den Park ein, sondern haben erkannt, dass sie den Park am
besten beschützten können, wenn sie die die Lebenssituation der lokalen
Bevölkerung verbessern. Das war vielleicht der große Fehler von Diana Fossey,
die sich scheinbar gar nicht für die regionale Bevölkerung interessiert hat und
deshalb auch in der Region absolut unbeliebt war.
Nun noch ein wenig mehr zu der
Entstehung der Vulkane im Nationalpark. Ich habe das Thema mit dem
Ostafrikanischen Graben zwar schon angeschnitten, ich möchte es jetzt aber noch
ausführlicher beschreiben.
Also beim Ostafrikanischen
Grabenbruch ist es so, dass sich Ostafrika im Moment vom Rest des Afrikanischen
Kontinents abspaltet und in sich in Richtung Naher Osten bewegt. Wieso ist das
so? Unter der Erde gibt es eine dicke fette Gesteinsschicht und unter dieser
Schicht gibt es Magma die sich Bewegt bzw. Fließt wie dickflüssiges Wasser. In
Ostafrika hat sich ganz viel von dieser Magma gesammelt und ganz viel Druck auf
die Gesteinsschicht ausgeübt und diese Schicht angehoben. Wegen dem großen
Druck, hat die Magma an vielen Stellen in Ostafrika wege gefunden, durch die
Gesteinsschich und an die Erdoberfläche hochzukommen. Das ist dann ein
Vulkanausbruch. Wenn Lava ausbricht, bleibt sie so lange Flüssig, bis sie
irgendwann erkaltet und zu Stein wird und wenn ganz viel Lava ausbricht
entstehen sehr sehr große Vulkane. Deswegen gibt es im Nationalpark auch solche
hohen Vulkane die 3500 bis 4500m hoch werden. Auch der Kilimandscharo, der
gößte Berg Afrikas, ist ein 5900m hoher Vukan.
Der Hohe Druck der Magma führte
also zu der allgemeinen Erhebung und den Vulkanen in der Region, aber er hat
auch am heißesten und stärksten Punkt der Magmaansammlung die Gesteinsschicht
weggeschmolzen, sodass ein Teil der Landschaft viel weiter unten liegt als der
Rest. Deswegen gibt es in Ostafrika da wo die Magmaschicht das Gestein
weggeschmolzen hat auch einen riesigen Graben und deswegen spricht man bei
dieser Region auch von dem Ostafrikanischen Graben.
Zum Abschluss dieses Beitrags noch
ein wenig zum Visoke selbst. Der Visoke ist ein wunderschöner nahezu perfekter
Schulbuch Schichtvulkan. Wenn man Leute bitten würde sich einen Vulkan
vorzustellen, würden sich die aller meisten Menschen einen Schichtvulkan
vorstellen. Das ist die Vulkanart die man immer in allen Filmen (Ice Age etc.)
sieht.
Wenn ein Schichtvulkan ausbricht,
hat die Lava in der Regel eine im Vergleich zu anderen Vulkanen geringe
Temperatur und erkaltet sehr schnell. Dazu kommt, dass die Lava, wegen wenig
Kiselsäure, sehr dickflüssig ist und nur sehr langsam den Hang herunter fließt.
Deswegen sind Sichtvulkane oft sehr hoch. Die Lava fließt von der Öffnung in
alle Richtungen gleichmäßig runter und deshalb sehen diese Vulkane immer aus
wie ein Kegel. Neben der Lavaschicht spuckt der Vulkan bei einem Ausbruch immer
auch Aschewolken die ziemlich stark senkrecht hochgeschossen werden und in der
näheren Umgebung wieder landen. Fällt diese Asche auf dem Boden, verfestigt sie
sich so wie lava zu Gestein. Der Schichtvulkan heißt „Schicht-“ Vulkan, weil
der Vulkan sich mit Lava und
Ascheschichten abwechselt. Ich finde das sieht man gut in dem Bild das ich hier
einfüge. Und der Visoke ist so ein Schichtvulkan der 1957 das letzte Mal und
vorraussichtlich zum letzten Mal ausgebrochen ist.





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