Sonntag, 23. Oktober 2016

Endlich mal Fußball am Campus und Huye Mountain


Auch in dieser Woche läuft soweit alles gut :). Es nervt ein bisschen das der Unterricht so wahnsinnig lange dauert, ich würde die Zeit lieber nutzen um die Inhalte selber nachzulesen und zu lernen, aber ah was soll’s. Ich habe eigentlich gerade noch genug Zeit um zu Hause selber zu lernen. Ich könnte auch mit den anderen üben aber die sind so wahnsinnig ineffizient die Treiben mich in den Wahnsinn. Ein Beispiel: Für GIS (Kartographie) bekommen wir eine Aufgabe und der Dozent zeigt uns Schritt für Schritt wie das gemacht wird. Danach üben wir die Selbe Aufgabe noch einmal ohne den Dozenten. Wir üben also und machen irgendwo einen Fehler. Und normalerweise muss man sich dann mit dem Programm auseinandersetzten und überlegen, was man Falsch gemacht hat. Also man sucht nach dem Fehler und behebt ihn. Das Problem ist, wenn meine Komilitonen hier einen Fehler machen, machen sie die komplette Aufgabe noch einmal von vorne und wiederholen dabei noch einmal genau den Selben Fehler. Und danach noch einmal genau das Selbe von vorne und danach noch einmal das Selbe von vorne…. Anstatt einfach mal verschiedene Funktionen der Software/ des Programms auszuprobieren… Aber egal! Ich übe also lieber alleine oder zu zweit, das reicht dann auch. 



Das Highlight der Woche war aber am Freitag, also das zweite Jahr der Geographie Gruppe gegen das 4. Jahr der Geographie Gruppe gespielt haben. Das Fußballfeld auf dem Campus ist voller kleiner Hügel und Löcher und der Ball ist nicht richtig aufgepumpt und daher kann man kurze Pässe und Technik total vergessen. Das mach gar keinen Sinn :D. Deshalb gewinnt in der Regel das Team, das am härtesten in die Zweikämpfe geht. Boahh spielen die mit viel Körpereinsatz, aber nicht brutal oder so! Also Aggressionen gab es keine aber ich glaube bei uns an der Römerquelle hätte der Schiedsrichter viiiieeeel öfter Faul gepfiffen. Die Taktik war in der Regel, den Ball nach vorne Schießen und mal gucken was passiert. Leider haben wir verloren, weil der Gegner in unserem Strafraum gefoult wurde und 11m bekommen hat…. Dafür haben unsere Mädels gewonnen!! Auch weil sie einen 11er bekommen haben… Also ich denke mal wenn wir von der Römerquelle hier in Huye spielen, werden wir verlieren, weil wir nicht so „energisch“ spielen wie die Leute hier. Dafür würden wir wahrscheinlich auf der Römerquelle gewinnen, weil wir denke ich technisch und taktisch mehr auf den Kasten haben (auch wenn es nicht gerade viel ist).






Am Samstag habe ich dann mit Caroline eine sehr schöne Wanderung im Huye Distrikt gemacht. Dort gibt es einen Berg mit einer Antenne den versucht haben hochzusteigen, aber wir haben leider den Weg nicht gefunden. So ein paar Jungs die fleißig Feuerholz gesammelt haben, haben uns dann dort hoch gebracht. Die waren vielleicht fit!!! Die gehen wahrscheinlich jeden Tage die Hügel hoch um Holz zu sammeln und bewegen sich da oben als wären das gar keine Hügel! Die waren !Barfuß! doppelt so schnell wie ich und das ohne richtig zu schwitzen. Ich war total am Schwitzen und müde als wir oben waren. Caroline war total K.O. als wir da waren. Es war hoch, weit und sehr sehr steil :D!!! Aber mir macht sowas Spaß. Wir sind keinen richtigen Weg gefolgt, sondern durch den Wald den Berg hoch und haben unterwegs ein paar Bauern hallo gesagt. Oben angekommen gab es eine Antenne die wir sogar besuchen durften. Die Armee ist dort stationiert um die Antenne zu schützen. Ich habe leider nicht verstanden wofür die Antenne gut ist, aber ich glaube es ist eine Fernseher und Radio Antenne. Es gab einen Armee Mitarbeiter der uns eine kleine Tour gegeben hat und uns erzählen wollte, dass auf dem Hügel vor ein paar hundert Jahren der König von Ruanda gelebt hat… Irgendwie kaufe ich ihm das nicht ab, ich hatte nicht den Eindruck, dass der kleine Wald hinter der Antenne jemals von Menschen betreten wurde :D. 
Auf dem Weg runter von dem Hügel, haben wir dann beschlossen den einfacheren Weg zu nehmen und sind der Straße gefolgt. Wir dachten uns „ jaaa die führt schon irgendwann in ein größeres Dorf von wo wir einen Bus nach Huye nehmen können“. Und ja wir sind IRGENDWANN auf der Hauptstraße nach Huye angekommen. Das Problem war, dass wir bestimmt noch für 2 weitere Stunden durch irgendwelche abgelegenen Dörfer gelaufen sind, ohne Geschäfte um Wasser zu kaufen, ohne irgendjemanden der Englisch oder Französisch kann und ohne Autos oder Motorräder. Aber es war sehr sehr interessant. Die Leute haben zwar mit Sicherheit nicht zum ersten Mal weiße gesehen, aber waren trotzdem sehr interessiert und freundlich. Im Vergleich zu den Leuten in den Städten hat auch keiner irgendwie nach Geld oder sonst was gefragt. Die Kinder sind alle angekommen und wollten zeigen, was sie im Englisch Unterricht gelernt haben und viele wollten mal auch mal einen weißen anfassen und besonders Carolines Haare sind immer sehr spannend für die Kinder hier. 






Nächstes Wochenende fahre ich mit Caroline und wahrscheinlich den zwei Mädels aus Schweden zum Nyungwe Nationalpark!! Dann wird es wahrscheinlich viel zu erzählen geben, weil der Park glaube ich sehr sehr interessant ist!! Aber mehr dazu beim nächsten Beitrag.

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