Montag, 5. Dezember 2016

12-13 Stunden Wochen und Safari im Akagera Nationalpark

Owei owei waren das harte Wochen. Ich habe für 3-4 Wochen jeden Tag wenn ich nicht gerade Vorlesungen hatte, für meine Bachelorarbeit gemessen und bin dafür immer um 6 Uhr aufgestanden und habe konzentriert und schnell gearbeitet. Nebenbei musste ich auch noch für einen Test lernen und aufpassen, dass ich im Unterricht nicht zu weit zurückfalle. Ich habe also von 7 bis 13 Uhr gearbeitet, schnell Mittag gegessen und danach ab in die Vorlesung von 14 bis 17 Uhr. Zu Hause angekommen, habe ich dann bis 20 Uhr für Prüfungen gelernt, Abend gegessen und um 22:00 Uhr bin ich total erschöpft ins Bett gefallen und am nächsten Tag das Selbe. Ich wollte so schnell wie möglich damit fertig werden, damit wir hoffentlich früher die Bäume fällen und ich mit der Projektarbeit fertig bin bevor mich Claire besuchen kommt. Außerdem brauche ich so langsam die Zeit um für die Prüfungen zu lernen. Und ich möchte ja noch meinen Blog schreiben, Französisch lernen und so ein paar eigene Recherchen zur Geographie in Ruanda und Afrika machen. Und vielleicht noch ein wenig lesen ab und zu. Naja es hat sehr viel Kraft gekostet, aber ich bin jetzt endlich fertig mit dem Vermessen und diese Woche wird bestimmt wieder ein bisschen lockerer. Ich muss zwar noch für Prüfungen lernen, habe jetzt aber viel mehr Zeit dafür, deswegen müsste das schon klappen :). 

Mal abgesehen von Vermessen und Studieren, war ich mit Caroline ein Wochenende am Reisen und wir sind zum Akagera Nationalpark gegangen. Am Freitag sind wir 6 Stunden zu einem kleien Ort nicht weit vom Park gefahren und habe dort den Abend verbracht und uns die kleine Stadt ein wenig angeguckt. Zu sehen gabs nicht viel, außer das wir nochmal ein wenig durch die Dörfer um die Stadt gelaufen sind.



Spannend wurde es aber erst am Samstag morgens, also wir im Akagera Nationalpark eine Safari Tour gemacht haben und viele Tiere auf freier Wildbahn gesehen haben. Wir haben viele Affen gesehen, Krokodile, Nilpferde, verschiedene Arten von Antilopen, Warzenschweine, Büffel, Zebras und zum Glück ganz viele Girrafen. Leider leider, haben wir keine Elefanten und keine Löwen gesehen. Der Fahrer und Führer hat uns gesagt, dass wir eine 50% Chance haben Elefanten zu sehen und nur ca. 20% für Löwen. Heute hatten wir leider kein Glück, schade. Aber esgab ganz viele schöne Girrafen und Zebras, von daher waren wir zufrieden. Wir haben morgens um 7 Uhr angefangen und die Tour hat 7 Stunden gedauert. Wir waren also um 14 Uhr wieder zu Hause und haben beschlossen noch am Selben Tag zurück gefahren.







Die Region um den Akagera Park, ist im Vergleich zum Rest von Ruanda viel trockener und heißer und hat deswegen auch so eine Steppenlandschaft, die „Trockensavanne“ genannt wird. Also eine Landschaft wie man sie aus dem Film „Die Götter müssen verrückt sein kennt“. Weiter im Osten geht es dann weiter mit dieser Art Landschaft in Tansaniea und Kenya. Beim Park gab es schon immer relativ wenig Bevölkerung, weil es hier die sehr gefährliche Tse Tse Fliege gibt, welche die sehr sehr tödliche „Schlafkrankheit“ verbreitet. Aber mittlerweile gibt es sie kaum noch und zweitens ist sie nachtaktiv. Man muss sich also absolut 100% keine Sorgen machen, wenn man im Auto unterwegs ist.



Bis in die 1990er, gab es hier sehr sehr viele Tiere, aber wegen dem Bürgerkrieg und weil die Bevölkerung wegen Platzmangel mehr Fläche für die Landwirtschaft braucht, wurde hier sehr viel Parkfläche gerodet und zerstört. Die Zahl der Tiere ist stark zurückgegangen und eine Nashornart wurde in der Region sogar komplett ausgerottet. Aber durch einen elektrischen Zaun und guter Schutzmaßnahmen hat sich die Zahl der Tiere seit dem 21 Jahrhundert wieder erhöht. Löwen, Elephanten und Leoparde gibt es immer noch sehr selten, aber sie tauchen wieder auf.  





Am Tag danach haben wir dann Freunde in einer kleinen Stadt namens Gassarenda besucht. Die Stadt ist ca. 2 von Huye entfernt und wir sind zu einem Wasserfall gegangen. Zum Wasserfall und zu einer sehr kleinen Höhle nebendran, kommen viele Einheimische um zu Beten oder die Bibel zu lesen und zu singen. Beten und Singen gehört hier zusammen :)!!! Der Wasserfall ist eigentlich ein schöner und ruhiger Platz und Austin, Irene und Didace (die alle in Gassarenda wohnen) sind sehr lustig!! Besonders Didace! Der Mann macht manchmal Sprüche…. :D :D. Wenn mich in 1 Monat alle meine Freunde verlassen, komme ich bestimmt nochmal nach Gassarenda um Didace zu besuchen und eine Freiwillige aus Deutschland zu besuchen die in dem Flüchtlingsheim arbeitet. 








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