Ruanda ist ungefähr so groß wie Hessen, hat aber trotzdem 2 sogenannte
„Klimazonen“. Ok, man sagt, dass Ruanda in den Tropen liegt und das ist auch
richtig. Trotzdem gibt es stark unterschiedliches Klima, Tiere und Vegetation
(Pflanzen) in den verschiedenen Gebieten der Tropen. Im Kongo haben wir ganz
viele tropische Regenwälder in denen es praktisch jeden Tag regnet und es sehr
heiß ist. In diesen Regenwäldern gibt es zum Beispiel Gorillas und sehr sehr
hoch wachsende Bäume, wie man das zum Beispiel beim Film „Congo“ sehen kann.
Tansania und Kenia, sind praktisch auf dem selben Breitengrad wie Kongo, haben
aber vor allem Steppen (sogenannte Trockensavannen) in denen trockene und
kleine Pflanzen wachsen und in denen Löwen, Elephanten und Nielpferde etc. leben.
In Tansania und Kenia sieht es überwiegend so aus wie beim Film „Die Götter
müssen verrückt sein“, auch wenn der Film jetzt aus Botswana kommt und Botswana
schon noch ganz schön weit von Tansania weg ist.Und das kleine Land Ruanda, hat
tatsächlich ein Stück von beiden Klimazonen oder ist an der Grenze zwischen den
zwei Zonen. Der Großteil des Landes hat ein ähnliches Klima wie beim Regenwald
im Kongo mit viel weniger Regen und nicht ganz so heiß, aber es geht schon in
diese Richtung. Ruanda ist eine sogenannte Feuchtsavanne. Aber im Osten beim
Akagera Park ist es viel trockener und bereits eine Trockensavanne wie in Kenia
und deshalb haben wir dort auch Tiere wie bei einer Safari in Tansania.
Ich habe mich gefragt woran das liegt, schließlich sind Kongo, Ruanda und
Kenia praktisch auf dem selben Breitengrad und nach einigen Recherchen habe ich
es einigermaßen herausgefunden. In den Tropen scheint die Sonne sehr direkt auf
die Erde und erwärmt sie sehr stark. Heiße Luft steigt nach oben, kühlt ab und dabei
entstehen Wolken und es regnet. Weil die Erde aber um 23°Cgeneigt ist und sich
in einem Jahr einmal um die Sonne bewegt, ist es so als ob sich die Sonne im
Juli nach Norden bewegt und im Januar nach Süden und deswegen haben wir bei uns
in Europa Sommer und Winter. In der Schule und der Uni habe gelernt, dass da wo
die Sonne direkt auf die Erde scheint eine Linie ist und es auf dieser Linie
dieses Tiefdruckgebiet gibt auf dem es viel Regnet. Deswegen dachte ich auch
das es in Tansania und Kongo ähnlich viel Regnen müsste. Aaaaaber natürlich ist
es in der Schule viel einfacher dargestellt als es in Wierklichkeit ist. Es ist
nämlich keine gerade Linie wie in der Schule gezeigt, sondern so eine komische
krumme Linie. Die Linie geht über Kontinenten stark nach norden oder süden und
auf dem Ozean bleibt sie das ganze Jahr über auf Äquator Nähe. Das liegt daran,
dass die sich die Kontinente viel Stärker erwärmen als der Ozean. Und diese
Linie geht im Januar über Afrika von Norden nach Süden mehr oder weniger durch
Ruanda und Burundi. Deswegen bekommt Kongo sehr viele feuchte Winde vom
Atlantik und Tansania viele trockene und warme Winde von der Sahara und der
Arabischen Halbinsel. Und deshalb haben wir in Tansania so eine
Steppenlandschaft und im Kongo einen Regenwald. Und der Osten von Ruanda
bekommt schon diese trockenen Winde vom Nahen Osten ab und der Rest des Landes
noch die Atlantik Winde. Im Sommer, liegt diese Linie auf der Sahara und damit
weit weg von den Tropen und deshalb ist der Sommer in der Regel die Trockenzeit
für Ruanda, Kongo, Tansania usw. Nur im Frühling und Herbst liegt die Linie
praktisch auf dem Äquator und deswegen haben wir zu dieser Zeit immer
Regenzeit.
Also zusammengefasst für Ruanda: Im Sommer ist die Linie weit oben und
deshalb ist in Ruanda von Juni bis September immer Trockenzeit mit sehr wenig
Regen. Im Herbst und Frühling (Oktober, November, März, April, Mai), geht die
Linie durch Ruanda und deshalb haben wir immer Regenzeit mit sehr viel Regen.
Im Winter ist die Linie manchmal nah an Ruanda und manchmal weit weg und
deshalb haben wir im Winter (Dezember, Januar, Februar) die sogenannte „kleine“
Tockenzeit, die es aber nicht immer gibt. Also ich finde das suuuper
interessant!!!





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