Freitag, 16. September 2016

Kigali – Das erste richtige Mal in der Hauptstadt Ruanda

Da ich für ein Studenten Visa ein neues polizeiliches Führungszeugnis brache, musste ich am Donnerstag um 5 Uhr aufstehen, damit ich pünktlich um 9:30 Uhr bei der deutschen Botschaft in Kigali sein konnte. Die Straße auf der sich die Botschaft und das Goethe Institut befinden, ist sehr schön grün und vor allem ruhig, aber trotzdem sehr zentral. Da freuen sich bestimmt die deutschen Diplomaten und Goethe-Institut Leute.
Kigali ist die Hauptstadt von Ruanda, hat ca. 1.000.000 Einwohner und liegt auf bzw. zwischen zwei Hügeln. Das heißt, man fährt sehr oft entweder steil nach oben oder steil nach unten. Steil nach unten ist mit dem Motorradtaxi und dem Verkehr und vor allem auch den Kreiseln ein bisschen beängstigend :D. Aber ich glaube man gewöhnt sich dran.
Kigali hat zum Teil eine suuuuper Infrastruktur verglichen mit dem wie sich die Menschen aus dem globalen Norden Afrika so Vorstellen. Es gibt alle Arten von Geschäften, Straßen und Einrichtungen. Alles sieht sehr sauber und neu aus. Besonders die Neustadt ist sehr modern und beeindruckend. Andererseits erkennt man von weitem auch viele Gegenden mit Schotterstraßen und etwas schmutzig und einfach aussehenden Wohnhäusern. Ich habe den Eindruck, dass es in Kigali viele Reiche und viele Arme gibt.   
Im Vergleich zu Butare ist hier auch viel mehr Leben auf den Straßen, mehr Menschen, mehr Verkehr, die Leute können besser Englisch (wie in den Indischen Großstädten), viele sehen noch westlicher und wohlhabender aus. Es gibt Einkaufszentren mit Fast Food Restaurants (kein McDonalds) und theoretisch auch ein Kino, das aber leider geschlossen hat im Moment :/. Buchläden habe ich bisher leider nur 3 kleine gefunden, die leider auch nur alte Romane Verkaufen. Und viele dieser Romane sind solche blöden Klischee Romantik Geschichten :( :(. Aber ich habe trotzdem zwei interessante Bücher gefunden.






In Kigali hat mir das muslimische Viertel besonders gefallen. Hier gibt es eine große Moschee und in der Gegend gibt es viele Cafés, Restaurants und Souvenirläden. Dieses Gebiet war auch bisher das chaotischste und ich sage mal das dynamischste Gebiet im sonst so ruhigen Ruanda.
Ich muss wohl noch einmal herkommen um in die Bars und Diskos zu gehen, aber Kigali hat leider fast deutsche Preise, deswegen vielleicht auch nur einmal. Die Bar vom berühmten „Hotel Ruanda“ Hotel wurde mir von einem Amerikaner empfohlen. Der Film wurde aber in Südafrika gedreht, deswegen werde ich die Bar und den Pool nicht wiedererkennen.
Naja mehr von Kigali im nächsten Beitrag zu den Genozid Gedenkstätten und wenn ich wieder hier bin. Schöne und dynamische Stadt!! Nur leider ein wenig teuer...

Tschau! Bzw. Murabeho!






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