Soooooo… Es wird mal wieder Zeit für meinen nächsten
Blog. Diesmal geht die Reise nach Ruanda mitten im Herzen Afrikas. In Ruanda werde
ich von Mitte/Ende September bis Anfang/Mitte Januar an der Uni in der Stadt
Huye (früher Butare) Geographie studieren und ab Januar werde ich ebenfalls in
Butare die Projektarbeit für meine Bachelorarbeit durchführen.
Aufgeregt war ich dieses Mal kaum oder fast gar nicht.
Ich denke ich wusste einfach, dass der Kulturschock nicht größer sein würde als
in Indien und da ich studieren werde, wird die Aufgabe auch definitiv leichter
als in Irland oder Indien. Gegen Krankheiten bin ich geimpft und gegen Malaria
so gut vorbereitet wie es nur geht (es gibt keine Impfung gegen Malaria). Und
Malaria ist jetzt auch kein Weltuntergang, sondern nur ein paar Tage Fieber und
krank im Bett sein. Außerdem ist das Malaria Risiko in Butare sehr gering! Solange
ich also die Standard Regeln befolge (aufpassen bevor man die Straße überquert;
nicht nachts in der Gasse rumlaufen; keine Drogen etc.) sollte doch alles
problemlos ablaufen. Von daher hatte ich dieses Mal echt keinen Grund zur Sorge
und bin ungewohnt ruhig in meine nächste Auslandszeit gefahren.
Die organisatorische Vorbereitung war wie erwartet
kompliziert und anstrengend. Mann wie mir Bürokratie auf die Nerven geht!!
Direkten Kontakt zwischen mir und einem Ansprechpartner in Ruanda gab es erst
als ich dort angekommen bin und das war vielleicht auch ein Grund wieso ich
kein Stipendium bekommen habe. Dann gab es bis kurz vor Abreise noch nicht
einmal eine feste schriftliche Zusage und auch die Registrierungsprozedur hier
ist mühselig und kompliziert. Meine Registrierung geht hier gefühlt durch 3
oder 4 verschiedene Uni Abteilungen und die sind sich nicht immer einig und
wollen Bestätigungsbrief voneinander. Vor meinem Abflug hieß es, dass ich 3
Module Teilzeit studieren kann. Hier angekommen muss ich gefühlt neu
Verhandeln. Erst jetzt nach ca. 2 Wochen Diskussionen und Hilfe verschiedener
Stellen, scheint sich das Thema so langsam dem Ende zu nähern. Nächste
Baustelle wird das Studentenvisum sein. Auch hier werden 5 verschiedene
Dokumente benötigt, aber dazu mehr wenn es soweit ist.
Ich werde jetzt zuerst einmal versuchen allen
organisatorischen Kram zu klären, fange an mich an alles zu gewöhnen, bereite
mich auf meine Zeit hier vor und freue mich schon auf Semesterbeginn.
Bis dann

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