Samstag, 10. September 2016

Vorbereitungen auf und in Ruanda


Soooooo… Es wird mal wieder Zeit für meinen nächsten Blog. Diesmal geht die Reise nach Ruanda mitten im Herzen Afrikas. In Ruanda werde ich von Mitte/Ende September bis Anfang/Mitte Januar an der Uni in der Stadt Huye (früher Butare) Geographie studieren und ab Januar werde ich ebenfalls in Butare die Projektarbeit für meine Bachelorarbeit durchführen.
Aufgeregt war ich dieses Mal kaum oder fast gar nicht. Ich denke ich wusste einfach, dass der Kulturschock nicht größer sein würde als in Indien und da ich studieren werde, wird die Aufgabe auch definitiv leichter als in Irland oder Indien. Gegen Krankheiten bin ich geimpft und gegen Malaria so gut vorbereitet wie es nur geht (es gibt keine Impfung gegen Malaria). Und Malaria ist jetzt auch kein Weltuntergang, sondern nur ein paar Tage Fieber und krank im Bett sein. Außerdem ist das Malaria Risiko in Butare sehr gering! Solange ich also die Standard Regeln befolge (aufpassen bevor man die Straße überquert; nicht nachts in der Gasse rumlaufen; keine Drogen etc.) sollte doch alles problemlos ablaufen. Von daher hatte ich dieses Mal echt keinen Grund zur Sorge und bin ungewohnt ruhig in meine nächste Auslandszeit gefahren.
Die organisatorische Vorbereitung war wie erwartet kompliziert und anstrengend. Mann wie mir Bürokratie auf die Nerven geht!! Direkten Kontakt zwischen mir und einem Ansprechpartner in Ruanda gab es erst als ich dort angekommen bin und das war vielleicht auch ein Grund wieso ich kein Stipendium bekommen habe. Dann gab es bis kurz vor Abreise noch nicht einmal eine feste schriftliche Zusage und auch die Registrierungsprozedur hier ist mühselig und kompliziert. Meine Registrierung geht hier gefühlt durch 3 oder 4 verschiedene Uni Abteilungen und die sind sich nicht immer einig und wollen Bestätigungsbrief voneinander. Vor meinem Abflug hieß es, dass ich 3 Module Teilzeit studieren kann. Hier angekommen muss ich gefühlt neu Verhandeln. Erst jetzt nach ca. 2 Wochen Diskussionen und Hilfe verschiedener Stellen, scheint sich das Thema so langsam dem Ende zu nähern. Nächste Baustelle wird das Studentenvisum sein. Auch hier werden 5 verschiedene Dokumente benötigt, aber dazu mehr wenn es soweit ist.
Ich werde jetzt zuerst einmal versuchen allen organisatorischen Kram zu klären, fange an mich an alles zu gewöhnen, bereite mich auf meine Zeit hier vor und freue mich schon auf Semesterbeginn. 

Bis dann


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